Blutegeltherapie

Slider

In der Humanmedizin wird die Blutegeltherapie schon seit Jahrhunderten angewandt. Seit einiger Zeit findet sie nun auch Anwendung in der Tiermedizin.

Blutegel sondern beim Biss und Saugvorgang am Patienten verschiedene Substanzen ab. Diese wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd, antibiotisch, blutgerinnungshemmend, antithrombotisch und lymphstrombeschleunigend. Die Wirkstoffe des Blutegels kommen auch in Arzneimitteln der Schulmedizin vor. Mittlerweile gelten Blutegel (entsprechend gezüchtet, bzw. gehalten) als Fertigarzneimittel.

Anwendungsgebiete der Blutegeltherapie bei Hund und Pferd:

  •        Arthritis/ Arthrose
  •        Erkrankungen des Bänder- und Sehnenapparates
  •        Hufrollenerkrankung (Pferd)
  •        Hufrehe (Pferd)
  •        Wirbelsäulenerkrankungen (z.B. Spondylose, Kissing Spines beim Pferd)
  •        Muskelerkrankungen (z. B. Myogelosen, Myalgien)
  •        Gelenkfehlbildungen (z. B. HD, ED beim Hund)
  •        Druckstellen (z. B. Satteldruck beim Pferd)
  •        Ekzeme
  •        Hämatome (z. B. Othämatom beim Hund)
  •        Wundheilungsstörungen
  •        Abszesse, Ekzeme
  •        Phlegmone (Einschuss beim Pferd)
  •        Narbenbehandlung (z. B. nach Verletzung oder Operation)

Die Behandlung mit Blutegeln dauert in der Regel zwischen 60 und 90 Minuten und wird von den meisten Tieren sehr gut toleriert.

Nachdem der Egel satt ist, fällt er alleine von dem Patienten ab. Die Bisswunde blutet durch den blutgerinnungshemmenden Wirkstoff noch bis zu 12 Stunden nach. Die Bisswunde bleibt beim Pferd so weit möglich (haltungsabhängig), offen und wird nicht verbunden. Beim Hund wird sie locker verbunden, um Verunreinigungen des Umfeldes zu vermeiden.

Nebenwirkungen und Risiken sind bei der Behandlung mit Blutegeln gering. Wundinfektionen und allergische Reaktionen sind grundsätzlich möglich, kommen beim Tier aber sehr selten vor.

Bitte beachten:

Aus gesundheitlichen Gründen kann ich voraussichtlich erst ab Mai wieder Behandlungstermine vergeben.

Bis dahin wünsche ich Ihnen und Ihren Vierbeinern alles Gute.